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Erfahrungsbericht über FDR/UPSTREAM

Projektbericht: Concordia Versicherungen, Hannover SAN-Sorglos Am Netz

In einem „Proof of Concept” hat die CORDIAL in Hannover die Ausdehnung ihrer SAN-Infrastruktur auf die Windows 2000 Server im Open-Systems-Bereich getestet. networks direkt unterstützte das von EMC2 durchgeführte Projekt im vergangenen Jahr.

IT-Dienstleister, ob als interne oder externe Dienstleister im Konzern, sind ständig gefordert, ihren Kunden flexible und kurzzeitig verfügbare IT-Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Dabei geht es den Kunden sicher nicht darum, die Leistungsgrenzen ihrer IT-Abteilungen auf den Prüfstand zu stellen. Der Druck auf die IT resultiert unmittelbar aus den Kerngeschäftsfeldern des Unternehmens, wo es darum geht, am hart umkämpften Markt erfolgreich Produkte und Dienstleistungen zu platzieren und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Kosten zu senken. Eine wesentliche Position auf dieser IT-Anforderungsliste ist der Bedarf nach mehr und nach immer flexibler einsetzbarerem Speicherplatz.

Vor dieser Herausforderung stand Ende des Jahres 2001 auch die CORDIAL Versicherungs-Dienstleistungen GmbH (CORDIAL) in Hannover. Die CORDIAL ist als interner IT-Dienstleister der CONCORDIA Versicherungsgruppe für die gesamte EDV des Konzerns verantwortlich. Das Leistungsspektrum umfasst den Betrieb des Mainframe-Rechenzentrums und die Verantwortung für ca. 2.300 PCs bei Endanwendern mit rund 85 Infrastruktur- und Applikationsservern unter Windows 2000. Und das alles an zwei Standorten in der Karl-Wiechert-Allee in Hannover und in den 34 Außenstellen im Bundesgebiet.

Die Anforderung nach mehr Plattenplatz für diese Server-Systeme entstand zum einen aus dem Tagesgeschäft, zum anderen benötigten die Projekte der Fachabteilungen ausreichende Kapazitäten. Die Speichererweiterungen sollten wirtschaftlich und mit einheitlichen Betriebsverfahren dargestellt werden, darüber hinaus waren performante Datensicherungs- und Recovery-Szenarien sicherzustellen. Deshalb entschloss sich die CORDIAL, die vorhandene Direct Access Storage Device (DASD)-Infrastruktur von EMC², die bereits seit 1996 erfolgreich für Mainframe-Plattenkapazitäten eingesetzt wurde, im Rahmen einer Neubeschaffung in 2001 auch auf den Open-Systems-Bereich zum Aufbau eines SAN auszudehnen.

Das SAN-Projekt der CORDIAL war damit geboren. Peter Lorenz, Gruppenleiter RZ-Organisation/Systemsteuerung bei der CORDIAL und verantwortlicher Projektleiter, legte von Beginn des Projektes an das Hauptaugenmerk auf die Integration der neuen SAN-Infrastruktur in die bestehenden Prozesse und Betriebsverfahren.

„Beim Aufbau einer SAN-Umgebung, und im Besonderen für offene Systeme, kommt es nicht nur auf die technischen Daten und die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Komponenten an.

Vielmehr muss diese Umgebung nach Projektende auch sicher betrieben und verwaltet werden können”, schilderte Peter Lorenz seine Überlegungen schon vor Projektbeginn.

Genau aus diesem Grund ließ sich die CORDIAL die Funktions- fähigkeit und Betriebssicherheit der neuen SAN-Infrastruktur vor der eigentlichen Kaufentscheidung in einem dreimonatigen „Proof of Concept” unter Beweis stellen.

Die CORDIAL realisierte seit Jahren ihre Datensicherung über das Produkt FDR/UPSTREAM von Innovation Data Processing, das eine Sicherung auf Dateiebene erstellt. networks direkt hatte in dem gemeinsam mit EMC2 durchgeführten Projekt die Aufgabe, die bestehenden Datensicherungsverfahren für die Mainframe basierten Server-Systeme auf die zukünftig erweiterten Möglichkeiten im EMC²-SAN anzupassen. Damit sollten Verfahren wie LAN-less und Server-free Backup für die CORDIAL produktiv zum Einsatz kommen.

networks direkt legte den Focus dabei nicht nur auf die Erstellung der Konzepte und Betriebshandbücher, sondern auch auf den direkten Know-how-Transfer zu den Verantwortlichen der CORDIAL, etwa durch Workshops und gemeinsam mit dem Kunden durchgeführte Testszenarien. Ein jederzeit für den Kunden einsehbarer Projektplan mit geplanten Aktionen und realisierten Ergebnissen sowie regelmäßige Statusmeetings mit umfassenden Berichten durch den Projektleiter von networks direkt rundeten den Informationsfluss für die CORDIAL im Projektverlauf ab.

Die „Proof of Concept”-Phase zeigte, dass die Anforderungen in der neuen Systemumgebung nachhaltig erfüllt wurden. Die CORDIAL entschied sich für den Kauf der Erweiterung der EMC2-SAN- Umgebung auf die Windows 2000 Server-Systeme. networks direkt erzielte „ganz nebenbei” auch eine monatliche Einsparung von über 100 Datensicherungskassetten. Dies war möglich durch Parameteranpassungen bei den Datei basierenden Sicherungen, ohne die verfügbaren Sicherungsversionen der Datenbestände negativ zu beeinflussen. Außerdem bewirkte die konkrete Umstellungsplanung, dass alle Server, die in das SAN integriert wurden, gleichzeitig auf das Betriebssystem Windows 2000 migriert werden konnten.

Die gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem „SAN-Projekt” konnten bereits erfolgreich bei der SAP- Integration Anwendung finden. Ziel des Projektes ist es nun, bis Ende 2003 alle Serverdaten zu übernehmen und parallel dazu diverse Server zu konsolidieren.

„Uns hat es im Projekt sehr geholfen, mit den Beratern von networks direkt jemanden im Projekt zu haben, der durch fachbereichüber- greifendes Know-how über den Tellerrand blickt und von daher viel für unser Gesamtprojekt tun konnte”, resümierte Peter Lorenz die Zusammenarbeit mit den IT-Beratern der direkt gruppe im SAN-Projekt.

Sven Quirling, der verantwortliche Projektleiter von networks direkt, fasste die Aufgaben des IT-Beraters in einem solchen Projekt zusammen: „Bei der Integration von Open Systems in eine Mainframe-Umgebung besteht die Herausforderung darin, zwei unterschiedliche Welten miteinander zu verknüpfen. Dafür müssen wir nicht nur das erforderliche technische Know-how aus beiden Bereichen mitbringen, sondern auch auf der menschlichen Seite das Verständnis für die notwendigen Übergänge zwischen den Systemen herstellen.”

Wolfgang P. Böttcher, als Abteilungsdirektor für den IT-Bereich verantwortlich, bestätigte im Rahmen des offiziellen Projektab- schlusses diese fachlichen Qualitäten sowie die sehr gute Zusammenarbeit aller internen und externen Projektbeteiligten, die auch außerhalb des „eigentlichen” Projektverlaufes zu Optimierungen der Datensicherungsprozesse führten. Mit dem von Wolfgang P. Böttcher definierten Schlusssatz: „Sie haben einen neuen Kunden gewonnen.” können sich nun Kunde und IT-Dienstleister 2003 auf die weitere konstruktive Zusammenarbeit freuen.

Infrastruktur der CORDIAL:

EDV mit rund 85 Infrastruktur- und Applikationsservern unter Windows 2000 für ca. 2300 Benutzer an 35 Lokationen

Mainframe: IBM 9672-R46 EMC² Symmetrix 8430-73 STK Robotersysteme

OS/390-Systeme: 1 x IBM 9672-R46 435 Mips/4096 HS/ 68 Escon/2 LPARs (OS/390)

Speicher-Peripherie-Kassette: 3 x STK 4410 mit 24 Laufwerken und 15.000 Kassetten 2 x STK 9480

Speicher-Peripherie-Platte: EMC² RAID-1 Symmetrix Model 8430 mit 6,4 TB

Fibrechannel-Director: EMC² Connectrix EDM 64

FDR/UPSTREAM von Innovation Data Processing zur Sicherung

Jobvolumen: definierte Jobs: 10.000 gelaufene Jobs pro Monat: 40.000
 


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